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Anwaltsaustausch

Die Deutsch-Irische Juristen- und Wirtschaftsvereinigung (DIJW / GILBA) und das EU and International Affairs Committee der Law Society of Ireland haben vor einigen Jahren erfolgreich ein Austauschprogramm für deutsche und irische Anwälte ins Leben gerufen.

 

Das deutsch-irische Anwaltsaustauschprogramm dient dazu, innerhalb Europas die Mobilität im Bereich des Anwaltsberufes zu erhöhen und speziell dazu, deutschen und irischen Juristen die Möglichkeit zu geben; juristische Erfahrung in der jeweils anderen Rechtsordnung zu sammeln.

 

Die Teilnehmer des Anwaltsaustauschprogramms nehmen an Vorlesungen und
Vorträgen in den für die betreuende Kanzlei relevanten Gebieten teil, erlangen wertvolle praktische Erfahrung und erhalten einen Einblick in die Rechtspraxis eines anderen Rechtssystems. Eine solche Erfahrung kann ein sehr hilfreicher Wegbereiter sein, um die unter der Richtlinie 98/5/EC gewährten Rechte wahrnehmen zu können.

 

Die Richtlinie 98/5/EC ermöglicht es den Anwaltsberuf dauerhaft in einem anderen Mitgliedsstaat auszuüben, als in demjenigen, in dem die Anwaltsqualifikation ursprünglich erworben wurde. Unter der Richtlinie ist es einem Anwalt, der die Anwaltsqualifikation in einem EU-Mitgliedsstaat erlangt hat, möglich nach einer dreijährigen fortlaufenden Arbeitszeit in einem anderen Mitgliedsstaat den Anwaltstitel des anderen Mitgliedsstaates zusätzlich zu seinem ursprünglichen zu erlangen.